Accelerator

Accelerator and Incubator

01. Dezember 2017

Was bedeutet Accelerator?

Der Begriff stammt aus dem englischen und kann im Zusammenhang mit Start-ups als "Beschleuniger" übersetzt werden. Firmen versuchen Start-ups in Accelerator-Programmen zu einer schnelleren und besseren wirtschaftlichen Entwicklung zu verhelfen. Dies geschieht durch intensive Beratung, bereitstellen von Arbeitsplatz, öffnen eines Netzwerkes und anderen Support. Manche Accelerator bieten zusätzlich ein meist kleines Start-Investment. Die Programme sind meist zeitlich begrenzt und ähneln denen von Inkubatoren. Im Gegensatz zu diesen wird der Support jedoch meist in deutlich kürzerer Zeit gegeben. Die Start-Ups verbringen eine Zeit in sogenannten bootcamps und schließen das Programm meist mit einem Demoday ab, in dem die Ideen der Start-ups vorgestellt werden.


image of Accelerator

Was kann ein Accelerator leisten?

Der Support, den Start-Ups erhalten kann vielfältiger Natur sein und von der Bereitstellung eines Arbeitsplatzes bis zur Einführung in wesentliche Netzwerke reichen. Typischerweise erhalten Start-Ups Unterstützung bei der Vorbereitung ihres Pitches - sogenanntes Pitch Training. Sie erhalten rechtliche Unterstützung, Unterstützung bei der finanziellen Aufbereitung des Businessplanes. Der Fokus liegt meist auf der Unterstützung bei der Schärfung der Idee, insbesondere bei der Entwicklung von Monetarisierungsstrategien. Daneben wird an der Corporate Identity gearbeitet sowie weitere Trainings gegeben.

Teilweise erhalten die jungen Unternehmen auch einen kleineren Betrag als Starthilfe.

Insbesondere in Branchen spezifischen Accelerator-Programmen können Kontakte zu potentiellen Investoren, Business Angels oder joint ventures einen guten Markteinstieg bieten.

Welche Gegenleistung wird vom Start-up gefordert?

Im Gegenzug für seine Leistung erhält der Accelerator häufig Geschäftsanteile des Unternehmens (meist handelt es sich um eine GmbH oder Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)). Zum Teil wird dies durch sogenannte Wandeldarlehen mit der Option der späteren Umwandlung in Geschäftsanteile strukturiert. Das Start-Up erhält dabei oft zwar eine recht ordentliche Bewertung, die erhaltenen Sachleistungen werden jedoch ebenfalls angerechnet.

Der Kernvorteil der Beschleunigungsprogramme liegt im Wissenstransfer sowie in der Vernetzung. Programme die zur jeweiligen Branche des Unternehmens passen, können erhebliche Marktvorteile bringen.

Rechtliche Grundlagen

Üblicherweise erhält die Firma, die den Accelerator betreibt einen Anteil an den Geschäftsanteilen der Unternehmen für ihre Leistungen. Dies ist jedenfalls dann üblich, wenn auch eine finanzielle Investition erfolgt, die meist im kleineren fünfstelligen Bereich angesiedelt ist. Aufgrund des hohen Andrangs auf gute Accelerator-Programme bleibt den Start-ups oft nur ein geringer Verhandlungsspielraum für die genauen Bedingungen der Beteiligungsvereinbarung (Investment-Agreement). Bei der Abwägung, ob sich der Deal lohnt oder nicht, sollten sich Gründer insbesondere die Netzwerke und deren Nutzen für das Produkt ansehen. Vorsichtig sollte man bei einer zu starken Einflussnahme durch die abgegebenen Anteile sein und die strategische Richtung, die ein Accelerator vorgibt abwägen.